Personalzusatzkosten (Lohnnebenkosten, Lohnzusatzkosten)

"Vertraglich vereinbart" und "gesetzlich verursacht"

Als Personalzusatzkosten werden die Beiträge der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zur gesetzlichen Sozialversicherung bezeichnet.

Dazu zählen die Beiträge zur Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Diese Gesamtsozialversicherungsbeiträge werden paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ihre Arbeitgeber zahlen einen prozentualen Anteil des Bruttogehalts in die sozialen Sicherungssysteme. Herangezogen werden die Einkommen nur bis zu einer bestimmten Höhe, der Beitragsbemessungsgrenze. Sie wird von der Bundesregierung jährlich angepasst.

Die Personalzusatzkosten sind Teil der Arbeitskosten. Um zu verdeutlichen, wer für welche Anteile der Arbeitskosten verantwortlich ist, unterscheidet die BDA zwischen vertraglich vereinbarten Arbeitskosten (u. a. Löhne und Gehälter einschl. Sonderzahlungen, betriebliche Altersvorsorge, übergesetzlicher Urlaub, freiwillige Sozialleistungen, berufliche Weiterbildung) und gesetzlich verursachten Arbeitskosten (u. a. gesetzliche Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Vergütung während gesetzlicher Feiertage und während des gesetzlichen Mindesturlaubs).

Eine solche Darstellung macht die unmittelbaren Auswirkungen von Entscheidungen der Tarif- und Arbeitsvertragsparteien einerseits und des Gesetzgebers andererseits deutlich. Wer für welchen Anteil der Arbeitskosten verantwortlich ist, tritt bei dieser Abgrenzung deutlicher zu Tage als bei der Unterteilung in Direktentgelt bzw. Bruttolöhne und Personalzusatzkosten.
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