Erfahrungsbericht Sarah Kaleta

Kaum zu glauben, dass alles schon wieder vorbei ist. Gerade eben war ich doch noch zu Hause und habe mir Gedanken gemacht was ich alles mit nach London nehme, nun sitze ich wieder hier und die vier Wochen Aufenthalt vergingen wie im Flug.

Als es vor einigen Wochen endlich los ging war die Aufregung schon ziemlich groß. Gerade wenige Tage vor dem Abflug hatte man schon ein gewisses Kribbeln im Bauch, aber im Großen und Ganzen hielt sich die Nervosität in Grenzen. Endlich in London angekommen, vollkommen überwältigt von Vorfreude und Neugierde, trafen wir auf unsere Gastfamilien, die uns für die nächsten vier Wochen beherbergten.

Am darauffolgenden Tag stand erstmal eine Einführungsveranstaltung an. Bei der Veranstaltung gab man uns allgemeine Informationen über London, nützliche Hinweise im Bezug auf die Sprache, aber auch Anregungen und Vorschläge für die Freizeitgestaltung und Abendplanung. Überraschender Weise hatten wir die meiste Zeit wirklich gutes Wetter, zwar ein bisschen windig, aber kaum Regen und sogar des Öfteren mal ein paar Sonnenstrahlen.

Nun waren wir angekommen: Vier Wochen mitten in einer der interessantesten und monumentalsten Städte Europas. Die Unterkunft sollte schon mal keine Probleme bereiten. Besser hätte ich es kaum haben können. Das Haus war typisch für Londoner Vororte, genau wie man es aus den Filmen kennt. Zur Bus-Station zu Fuß in weniger als fünf Minuten und ein Supermarkt gleich um die Ecke. Das Essen war entgegen aller Ängste total lecker und nicht viel anders, als wir es in Deutschland kennen.


Unter der Woche war mein Tag eigentlich komplett mit Arbeit ausgefüllt. Nach 11 Stunden auf den Beinen und dem wuseligen Treiben auf der Straße ist man froh endlich Zuhause zu sein.


An den Wochenenden haben wir uns dann meistens eine gehörige Portion Kultur und Shopping gegönnt, man ist ja schließlich nicht jeden Tag in London. Nach landestypischer Tradition ging es jedoch ab und an ins Pub, irgendwie musste man den Tag ja ausklingen lassen.

Wie oben bereits erwähnt, habe ich in einer Charity Firma gearbeitet, um genau zu sein, in der „Age UK“. In den vier Wochen habe ich verschiedene Aufgaben erledigt. So war ich beispielsweise bei einem Interview mit einer älteren Dame anwesend und habe Fotos von ihr geschossen und mich an dem Interview beteiligt. Dieses Interview wurde in der monatlichen Zeitung der „Age UK“ veröffentlicht. Des Weiteren habe ich selbstständig zu der Ausgabe noch einen Artikel beigetragen und verschiedene Statistiken erstellt (Thema war eine Meinungsumfrage der Leser).


Ich hoffe, dass ich bald wieder die Möglichkeit habe nach London zu reisen. Die vier Wochen vergingen viel zu schnell und um es richtig wie Urlaub genießen zu können, fehlte eindeutig Freizeit, ich hoffe das jedoch bald nachholen zu können. Würde mir erneut jemand diese Chance anbieten, ich würde genau wie beim ersten Mal ohne zu zögern zusagen. Die Summe aller Erfahrungen, die wir dort sammeln durften, und all die Eindrücke einer fremden Kultur sind an sich schon unbezahlbar. Ich würde jedem, der die Möglichkeit geboten bekommt, raten sie zu nutzen.
Auslandspraktikum Spendenaktion