Dez

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Meine zweite Woche in der Rechtsabteilung - Firmenbesprechung, Mitgliederberatung, Mitarbeiterversammlung im Haus der hessischen Wirtschaft

Von Daniela Görge

Die zweite Woche begann mit einer Firmenbesprechung, zu welcher der Unternehmerverband Frankfurt Rhein-Main e.V. (UVF) eingeladen hatte. Zahlreiche Personalleiter der verschiedenen Mitgliedsfirmen besuchten die Veranstaltung, um sich anhand von Vorträgen, die meine Kollegen vorbereitet haben, über arbeits-, tarif- und sozialrechtliche Veränderungen zu informieren. Spannende Programmpunkte, welche die Personalverantwortlichen in der Praxis brauchen und anwenden müssen, wurden an diesem Nachmittag diskutiert.
Nach einer Einführung zur aktuellen Tarifsituation wurden die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Pflege naher Angehöriger erläutert, welche das zum 01.01.2012 in Kraft tretende Familienpflegezeitgesetz bringen wird, und die es ab diesem Zeitpunkt bei der täglichen Arbeit zu beachten gilt. Danach folgten Darstellungen zur Gehaltsentwicklung sowie ein Update im Sozialversicherungsrecht.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Beitrag der Gastreferentin zur Konfliktlösung durch Einigungsstellen. Diese gab den Personalbeauftragten spannende Hinweise zur mediativen Herangehensweise bei der mitunter nicht einfachen Vermittlung zwischen dem Betriebsrat, den Arbeitnehmern (auch untereinander) und den Arbeitgebern. Einmal mehr wurde deutlich, dass kaum ein anderes Vertragsverhältnis soviel menschlich nachvollziehbares Konfliktpotential birgt, wie das Arbeitsverhältnis. Im Anschluss haben wir dann die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse in gemütlicher Atmosphäre bei einem Imbiss, zu dem der UVF eingeladen hatte, ausgewertet.

Diese Woche begann mit einem Beratungsgespräch, an dem ich teilnehmen durfte. Grund des Beratungsbedarfs für den Arbeitgeber war die angekündigte Betriebsratsgründung im Unternehmen. Die komplexen Veränderungen, die danach auch auf den Arbeitgeber zukommen, wurden mir in der mehrstündigen Besprechung insbesondere in der praktischen Übertragung bewusst. Erfahrungsgemäß ist die Verunsicherung erst einmal groß. Nachdem wir jedoch die Fragen, die aufgekommen sind, beantwortet haben, ist eine klare Vorstellung entstanden von dem, was kommt.

Und wie in der Vorweihnachtszeit erfreulicherweise oft üblich, haben mich meine neuen Kollegen auch gleich zu ihrem alljährlich stattfindenden Weihnachtsgansessen mitgenommen.
Gestern haben sich schließlich die Neuankömmlinge in der Mitarbeiterversammlung im Haus der hessischen Wirtschaft vorgestellt. Herr Fasbender hat das Jahr zusammengefasst und sich bei allen Mitarbeitern, „die vor und hinter den Kulissen arbeiten“, bedankt.

Das Jahr endete natürlich nur metaphorisch, denn meine nächste Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht rückt näher,

daher verabschiede ich mich an dieser Stelle bis zum nächsten Beitrag.

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