Ausbildungsmarkt

Weiterhin großes Ausbildungsengagement der Unternehmen

Auch in 2012 setzt sich die aus Sicht der Jugendlichen positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt fort. Die Unternehmen haben aber immer größere Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden.

Auch die Juli-Daten vom Ausbildungsmarkt signalisieren, dass sich der aus Sicht der Jugendlichen positive Trend 2012 fortsetzt. So gibt es aktuell einen Anstieg bei den gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätzen. Zuwächse verzeichnen auch die Kammern in Industrie, Handel und Handwerk bei den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Die Bewerberzahl liegt über dem Vorjahresniveau. Aktuell ist ein leichter Überhang an unbesetzten Plätzen gegenüber noch unversorgten Bewerbern zu verzeichnen – zum Vorjahreszeitpunkt gab es hier noch eine leichte „Lücke“. Erfreulich ist zudem, dass der Anteil der sog. Altbewerber weiter rückläufig ist. Für eine belastbare Bewertung bleiben weiterhin die Daten der nächsten Monate abzuwarten.

Ende September 2012 konnte aus Sicht der Jugendlichen eine positive Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt gezogen werden. Die Betriebe hatten zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerber zu finden. Dennoch haben sie ihr Ausbildungsangebot erhöht. Den zum 30.9. noch unvermittelt gemeldeten Bewerbern standen noch ausreichend unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber.

So haben die Betriebe 2,1 Prozent mehr Ausbildungsplätze gemeldet als vor einem Jahr. Die Zahl der Bewerber stieg, auch als Folge doppelter Abiturjahrgänge, um 3,1 Prozent an. Zum 30. September gab es auch wieder – wie bereits in den Vorjahren – mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als noch unvermittelt gemeldete Ausbildungsbewerber; der Überhang ist leicht zurückgegangen. Das Angebot überstieg die Nachfrage um 17.600 (2011: + 18.100): Zum 30. September 2012 waren noch 15.700 Bewerber bei den Arbeitsagenturen als unvermittelt registriert. Ihnen standen 33.300 unbesetzt gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. Die Aussichten für die Nachvermittlung sind dementsprechend ausgezeichnet.

In Industrie und Handel wurden bis Ende September 322.806 Ausbildungsverträge, das sind 5.700 (-1,7 Prozent) weniger als im Vorjahr, und im Handwerk 137.646 Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4.145 (-2,9 Prozent). Bei den Freien Berufen wurden 42.703 Verträge abgeschlossen, ein Minus von 428 (-1,0 Prozent). Die Zahlen machen deutlich, dass es für die Unternehmen immer schwieriger wird, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden.

Ihre Zusagen aus dem Ausbildungspakt hat die Wirtschaft auch 2012 weitestgehend erfüllt: So wurden bis zum 30.9. 59.500 neue Ausbildungsplätze (Zusage: 60.000) sowie 35.300 neue Ausbildungsbetriebe (Zusage: 30.000) eingeworben. Zudem wurden 16.615 EQ-Plätze bereitgestellt (Zusage: 40.000), davon 4.062 sogenannte EQ Plus-Plätze. Die endgültigen Ergebnisse liegen im Februar 2013 vor.
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