Ausbildungsmarkt

Weiterhin großes Ausbildungsengagement der Unternehmen

Auch in 2014 hat sich die aus Sicht der Jugendlichen positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt fortgesetzt. Die Unternehmen haben aber immer größere Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden.

Ende September 2014 konnte aus Sicht der Jugendlichen eine positive Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt gezogen werden. Die Betriebe hatten zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Um sich die Fachkräfte von morgen zu sichern, haben sie ihr Ausbildungsangebot erhöht. Den zum 30.9. noch unvermittelt gemeldeten Jugendlichen standen noch ausreichend unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber.

So haben die Betriebe 1,3 Prozent mehr Ausbildungsplätze gemeldet als vor einem Jahr. Die Zahl der Bewerber ging, auch als Folge von ausländischen Bewerberinnen und Bewerbern, nur um 0,3 Prozent zurück. Zum 30. September gab es auch wieder – wie bereits in den sechs Vorjahren – mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als noch unvermittelt gemeldete Ausbildungsbewerber; der Überhang ist leicht zurückgegangen. Das Angebot überstieg die Nachfrage um 16.200 (2013: -12.500): Zum 30. September 2014 waren noch 20.872 Bewerber bei den Arbeitsagenturen als unvermittelt registriert. Ihnen standen 37.100 unbesetzt gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. In der Nachvermittlung konnte die Zahl der unvermittelten Bewerberinnen und Bewerber um knapp die Hälfte reduziert werden.

In Industrie und Handel wurden bis Ende September 303.129 Ausbildungsverträge, das sind 6.330 (- 2 Prozent) weniger als im Vorjahr, und im Handwerk 128.500 Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 2.100 (- 1,6 Prozent). Bei den Freien Berufen wurden 41.700 Verträge abgeschlossen, ein Minus von 600 (- 1,4 Prozent). Die Zahlen machen deutlich, dass es für die Unternehmen immer schwieriger wird, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden.
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