10.10.2014

Ausbildungsmarkt

Weiterhin großes Ausbildungsengagement der Unternehmen

Auch in 2013 hat sich die aus Sicht der Jugendlichen positive Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt fortgesetzt. Die Unternehmen haben aber immer größere Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden.

Ende September 2013 konnte aus Sicht der Jugendlichen eine positive Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt gezogen werden. Die Betriebe hatten zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Dennoch haben sie ihr Ausbildungsangebot nur geringfügig gesenkt. Den zum 30.9. noch unvermittelt gemeldeten Jugendlichen standen noch ausreichend unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber.

So haben die Betriebe 3,5 Prozent weniger Ausbildungsplätze gemeldet als vor einem Jahr. Die Zahl der Bewerber ging, auch als Folge doppelter Abiturjahrgänge, nur um 2,7 Prozent zurück. Zum 30. September gab es auch wieder – wie bereits in den sechs Vorjahren – mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als noch unvermittelt gemeldete Ausbildungsbewerber; der Überhang ist leicht zurückgegangen. Das Angebot überstieg die Nachfrage um 12.500 (2012: - 17.600): Zum 30. September 2013 waren noch 21.000 Bewerber bei den Arbeitsagenturen als unvermittelt registriert. Ihnen standen 33.500 unbe
setzt gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. In der Nachvermittlung konnte die Zahl der unvermittelten Bewerberinnen und Bewerber um knapp die Hälfte reduziert werden.

In Industrie und Handel wurden bis Ende September 318.500 Ausbildungsverträge, das sind 14.100 ( - 4,2 Prozent) weniger als im Vorjahr, und im Handwerk 142.100 Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 5.200 ( - 3,5 Prozent). Bei den Freien Berufen wurden 42.100 Verträge abgeschlossen, ein Minus von 1000 ( - 2,4 Prozent). Die Zahlen machen deutlich, dass es für die Unternehmen immer schwieriger wird, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden.

Ihre Zusagen aus dem Ausbildungspakt hat die Wirtschaft auch 2013 weitestgehend erfüllt: So wurden bis zum 30.9. 58.600 neue Ausbildungsplätze (Zusage: 60.000) sowie 33.300 neue Ausbildungsbetriebe (Zusage: 30.000) eingeworben. Zudem wurden 18.500 EQ-Plätze bereitgestellt (Zusage: 40.000), davon 5.000 sogenannte EQ Plus-Plätze.


In 2014 zeichnet sich deutlicher Anstieg unbesetzter Ausbildungsplätze ab

Die vorläufige Situation auf dem Ausbildungsmarkt in 2014 zeigt, dass sich der Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern weiter verschärft. Ende August waren noch rund 119.000 Ausbildungsplätze unbesetzt, ein Anstieg von 13,8% im Vergleich zum Vorjahr. Dem standen noch rund 102.400 unvermittelte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, sodass für Ende September 2014 zum 7. Mal in Folge ein Lehrstellen“plus“ zu erwarten ist. Das Engagement der Unternehmen ist nach wie vor hoch. Sie stellten bis Ende August 1,5% mehr Ausbildungsplätze bereit als im Vorjahr, um sich den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs zu sichern.
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