01.12.2015

Arbeitgeberpräsident Kramer: Arbeitsmarktintegration geht nicht ohne professionelles Flüchtlingsmanagement mit Datenaustausch zwischen allen Behörden

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
Wir müssen die weiterhin gute Arbeitsmarktlage nutzen, um einerseits Langzeitarbeitslose gezielter zu fördern und in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen sowie andererseits die Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive in den Arbeitsmarkt spürbar zu verbessern. Notwendig ist insbesondere eine deutliche Beschleunigung der nach wie vor viel zu langen Asylverfahren.

Vor allem der geplante einheitliche Ausweis für Flüchtlinge und die damit verbundene Datenbank sind sinnvolle Maßnahmen, um die Asylverfahren effektiv zu beschleunigen. Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration geht nicht ohne professionelles Flüchtlingsmanagement mit automatisiertem Datenaustausch zwischen allen Behörden. Entscheidend ist, dass jetzt zügig die dazu nötige Rechtsgrundlage für Bundespolizei, Sicherheitsdienste, Bundesagentur für Arbeit und Ausländerbehörden geschaffen wird. Anderenfalls werden Arbeiten völlig ohne Not weiterhin doppelt und dreifach erledigt und bleibt das ganze Asylverfahren langsam und ineffizient.

Zugleich sind weitere Schritte erforderlich, damit wir die Integration Schutzbedürftiger, die längerfristig oder sogar für immer bei uns bleiben, gemeinsam schaffen können. Zwingend notwendig ist eine umfassende, frühzeitige Förderung des Erlernens der deutschen Sprache sowie eine frühzeitige, breite Öffnung aller Förderinstrumente der Berufsausbildung von Anfang an für Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive und Geduldete, die eine Ausbildung in Deutschland gefunden haben. Die bisher bei diesen Instrumenten bestehende Wartefrist von 15 Monaten geht an der Realität vorbei und steht dem Ziel einer zügigen Integration entgegen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 057/2015, 1. Dezember 2015

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