Arbeitgeberpreis für Bildung

Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Von guter Bildung hängen nicht nur die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Wirtschaft, sondern auch die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen sowie der Wohlstand unserer Gesellschaft insgesamt ab.

Die Arbeitgeber engagieren sich daher seit langem mit eigenen Konzepten für eine bessere Bildung in Deutschland. Ein Baustein dieses Engagements ist der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung, der 2014 bereits zum 15. Mal vergeben wird.

Der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung 2014 wird vergeben in den Kategorien


    • Frühkindliche Bildung
    • Schulische Bildung
    • Berufliche Bildung
    • Hochschulische Bildung
Für jede ausgezeichnete Initiative wird mit Unterstützung von Telekom und Deutscher Bahn ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgelobt. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Deutschen Arbeitgebertages statt.

Nähere Informationen
Thema
Bildung inklusiv – Potenziale entfalten durch Inklusion

Ein chancengerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem muss jedem jungen Menschen eine faire Chance auf Bildung garantieren, um seine Potenziale zu entfalten und sein Leben eigenständig gestalten zu können, aber auch um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts-standortes Deutschland und damit unseren allgemeinen Wohlstand und Fortschritt zu sichern. Dies gilt insbesondere auch für junge Menschen mit Behinderung. Jeder und jede Einzelne soll seine und ihre Talente entwickeln und Chancen in der Arbeits- und Berufswelt wahrnehmen können. Deshalb ist Inklusion ein Thema mit wachsender Bedeutung.

Mit Unterstützung von Deutscher Bahn und Telekom zeichnen wir Bildungseinrichtungen aus, die sich in besonderem Maße dabei engagieren, die Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder Beeinträchtigung erfolgreich zu gestalten. Gesucht werden beispielhafte Konzepte, bei denen gemeinsames Lernen gelingt und erfolgreiche Abschlüsse und Anschlüsse erreicht werden.

Was zeichnet unsere zukünftigen Preisträger aus?


Sie sind eine Bildungseinrichtung, die gemeinsames Lernen von jungen Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht und ebenso differenzierte Angebote mit sonderpädagogischer Expertise schafft. Das Leitprinzip Ihrer Einrichtung ist eine passgenaue individuelle Förderung, von der alle Lernenden mit und ohne Behinderung profitieren. Sie übernehmen Verantwortung für Lernerfolg und Bildungsbiografie der jungen Menschen in Ihrer Institution unabhängig von deren spezifischen Herausforderungen und Voraussetzungen.


Sie kooperieren mit den jeweils abgebenden und aufnehmenden Bildungseinrichtungen aktiv und nachhaltig. Schon frühzeitig bereiten Sie die jungen Menschen in Ihrer Bildungseinrichtung auf den Übergang in die nächste Stufe des Bildungssystems bzw. in die Arbeits- und Berufswelt vor. Dabei hat die Vermittlung in eine Regelschule bzw. in den ersten Arbeitsmarkt Priorität. Sie beziehen dabei auch weitere Partner, vor allem aus der Wirtschaft, systematisch und eng in die Kooperation ein. Mit den Eltern arbeiten Sie intensiv zusammen, wo dies sinnvoll und angebracht ist, um gemeinsam die umfassende Förderung ihrer Kinder sicherzustellen.
Ausschreibungskriterien
Im Bereich Inklusion erfolgreiche Bildungseinrichtungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie

    • umfassende, systematische und dauerhafte Konzepte zur Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung vorweisen und erfolgreich umsetzen,
    • gemeinsames Lernen junger Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen und differenzierte Angebote schaffen, um eine optimale individuelle Förderung aller zu erreichen,
    • mit weiteren Partnern, auch aus der Wirtschaft, eng und kontinuierlich zusammenarbeitenum Potenziale und weiterführende Perspektiven der Konzepte voll auszuschöpfen,
    • Inklusionskonzepte verfolgen, die auf andere Bildungseinrichtungen übertragbar sind,
    • die Wirksamkeit ihrer Inklusionskonzepte kontinuierlich überprüfen, ihre Qualität sichern und sie weiterentwickeln.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Bewerbung die Kriterien für die einzelnen Kategorien:

Kategorie Frühkindliche Bildung

Alle Kinder sollen sich entwickeln und entfalten können, lernen und gefördert werden. Deshalb steht die Entwicklung des Kindes zur eigenen Persönlichkeit im Zentrum Ihres Inklusionskonzeptes. Die Grundkompetenzen der Kinder werden gestärkt und damit ihre Entwicklung unterstützt. Gemeinsames Spielen, Lernen und Handeln von Kindern mit und ohne Behinderung ist dabei ebenso wichtig wie ihre gezielte Förderung.

Soweit wie möglich und je nach Behinderungsart und -grad wird die Sprachentwicklung gefördert und auch der erste Umgang mit Zahlen, Relationen und Naturphänomenen sowie die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik durch Bewegung vermittelt. Beobachtung und Diagnostik der Kinder und die daraus folgenden Fördermaßnahmen werden dokumentiert z.B. in einem Portfolio.

Mit den Eltern arbeiten Sie intensiv bei der Förderung ihrer Kinder zusammen. Die frühpädagogischen und sonderpädagogischen Fachkräfte werden aktiv und eng in die Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes einbezogen und zur Eigeninitiative ermutigt. Darüber hinaus sichern Sie die Nachhaltigkeit des Inklusionskonzeptes z.B. durch Zielvereinbarungen, Fortbildungen und regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen der Beteiligten.

Den Erfolg Ihres Handlungsansatzes belegen Sie z.B. durch Dokumentation der Entwicklung der Kinder oder positive Rückmeldungen der aufnehmenden Grundschule. Sie beraten und bewerten Ihre Bildungsarbeit regelmäßig und entwickeln sie in Abhängigkeit von den Ergebnissen weiter.

Ihre vorschulische Einrichtung arbeitet gezielt und dauerhaft mit Partnern zusammen. Dabei haben Sie insbesondere den konsequenten Austausch mit den Eltern, mit den aufnehmenden Grundschulen, weiteren Bildungsinstitutionen, sonderpädagogischen Stellen und Angeboten vor Ort sowie ggf. mit Unternehmen der Region im Blick. Basis für die Zusammenarbeit sind intensiver Austausch und gemeinsame Initiativen.


Kategorie Schulische Bildung

Ihr Schulprofil zeichnet sich durch ein pädagogisches Konzept aus, das gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung fördert. Das Konzept ist im Team abgestimmt und wird nachhaltig umgesetzt. Lehrkräfte und sonderpädagogische Fachkräfte arbeiten eng zusammen und schaffen differenzierte Unterrichtsangebote. Sie geben Impulse zur individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen und übernehmen Verantwortung für deren Ausbildungs- oder Hochschulreife.

Sie fördern mit Ihrem pädagogischen Konzept die Vermittlung von grundlegendem wie anschlussfähigem Wissen, sozialen und personalen Kompetenzen. Sie unterstützen Persönlichkeitsentwicklung, Eigenständigkeit und chancengerechte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Alle Schülerinnen und Schüler profitieren von den Förderinstrumenten der Inklusion; sie entwickeln sich auf unterschiedlichen Niveaus und werden an ihren jeweiligen Möglichkeiten gemessen. Ihre Schule zeichnet sich durch kollegiale Arbeitskultur aus. Multiprofessionelle Teams arbeiten zusammen und nutzen ggf. gemeinsam Fortbildungsangebote. Für eine barrierefreie Didaktik schulen Sie die Lehrkräfte mit speziellen Qualifizierungen oder Unterstützungsangeboten, um Inklusionskompetenz zu sichern.

Beobachtung und Diagnostik der Schülerinnen und Schüler und die daraus folgenden Fördermaßnahmen und Lernfortschritte werden dokumentiert, z.B. in einem Portfolio. Es ermöglicht eine durchgängige Schullaufbahn- und Bildungsberatung gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern sowie mit den Eltern und sichert eine umfassende Berufs- und Studienorientierung. Dabei wird die sonderpädagogische Expertise einbezogen. Sie arbeiten kontinuierlich eng mit den Eltern zusammen, um das Kind gemeinsam zu fördern.

Die positiven Rückmeldungen der aufnehmenden Bildungseinrichtungen belegen den Erfolg Ihres Konzeptes. Sie evaluieren Ihr Konzept regelmäßig und überarbeiten es in Abhängigkeit von den Ergebnissen. Ihre Schule arbeitet gezielt mit verschiedenen Partnern vor Ort zusammen und versteht sich als Knotenpunkt eines Netzwerks. Basis der Zusammenarbeit sind enger Kontakt und intensive Kommunikation mit den Kooperationspartnern. Betriebliche Praktika für Schülerinnen und Schüler zur Berufsorientierung und für Lehrkräfte nutzen Sie intensiv.


Kategorie Berufliche Bildung

Ihr Berufsschulprofil zeichnet sich durch ein pädagogisches Konzept aus, das gemeinsames Lernen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Behinderung fördert. Das Konzept ist im Team abgestimmt und wird nachhaltig umgesetzt. Die Lehrkräfte arbeiten dabei gemeinsam mit den Berufsschülerinnen und Schülern , den Ausbildungsunternehmen und sonstigen Partnern aus der Wirtschaft sowie ggf. mit den Eltern. Lehrkräfte und sonderpädagogische Fachkräfte kooperieren und schaffen differenzierte Unterrichtsangebote. Sie geben Impulse zur individuellen Förderung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, z.B. durch die Unterstützung der Durchstiegsmöglichkeiten einer Ausbildung in den Fachpraktikerberufen, und übernehmen Verantwortung für den Ausbildungserfolg.

Sie fördern mit Ihrem pädagogischen Konzept die Vermittlung von grundlegendem wie anschlussfähigem Wissen, sozialen und personalen Kompetenzen. Sie unterstützen Persönlichkeitsentwicklung, Eigenständigkeit und chancengerechte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben. Alle Auszubildenden profitieren von den Förderinstrumenten der Inklusion; sie entwickeln sich auf unterschiedlichen Niveaus und werden an ihren jeweiligen Möglichkeiten gemessen. Ihre Berufsschule zeichnet sich durch kollegiale Arbeitskultur aus. Multiprofessionelle Teams arbeiten zusammen und nutzen ggf. gemeinsam Fortbildungsangebote.

Beobachtung und Diagnostik der
Auszubildenden und die daraus folgenden Fördermaßnahmen und Lernfortschritte werden dokumentiert, z.B. in einem Portfolio. Es ermöglicht eine durchgängige Beratung und Begleitung und sichert eine umfassende Hinführung in die Arbeits- und Berufswelt. Dabei wird die sonderpädagogische Expertise einbezogen. Bei der Unterrichts- und Prüfungsgestaltung bieten Sie Flexibilität z. B. bei Fristen, Anwesenheitspflichten, Lehr- und Lernformen, Prüfungsformen und setzen den Nachteilsausgleich um. Sie unterstützen auch Ausbildung in Teilzeit. Für eine barrierefreie Didaktik schulen Sie die Lehrenden an Ihrer Berufsschule mit speziellen Qualifizierungen oder Unterstützungsangeboten, um Inklusionskompetenz zu verankern.

Die positiven Rückmeldungen der betrieblichen Praxis belegen den Erfolg Ihres Konzeptes. Sie evaluieren Ihr Konzept regelmäßig und optimieren es in Abhängigkeit von den Ergebnissen.


Ihre Berufsschule mit Schwerpunkt in der dualen Berufsausbildung arbeitet gezielt mit verschiedenen Partnern vor Ort zusammen. Hier haben Sie den konsequenten Austausch mit abgebenden Schulen ebenso im Blick wie Partnerunternehmen und Hochschulen der Region. Basis der Zusammenarbeit sind enger Kontakt und intensive Kommunikation. Betriebliche und hochschulische Informations- und Qualifizierungsangebote für Berufsschülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sowie Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch nutzen Sie intensiv. Die Ergänzung des Lernangebots durch Beiträge von Betriebspraktikern kann die Kooperation ergänzen.


Kategorie Hochschulische Bildung

Ihr Hochschulprofil zeichnet sich durch ein didaktisches Konzept aus, das auch auf die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen abgestimmt ist und von Ihnen nachhaltig umgesetzt wird. Das Konzept ist auf die Vermittlung von aktuellem und anschlussfähigem Wissen und Kompetenzen ausgerichtet. Es nimmt sowohl die Bedarfe der Lehrenden als auch die Potenziale und Bedarfe der Studierenden in den Blick und stellt die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen sowie ihre berufliche Handlungsfähigkeit in Zeiten des Lebenslangen Lernens sicher.

Vor Studienbeginn, in der Studieneingangsphase und während des Studiums bieten Sie für Menschen mit Behinderungen spezifische Beratungs- und Informationsmöglichkeiten. Bei der Studien- und Prüfungsgestaltung bieten Sie Flexibilität z. B. bei Fristen, Anwesenheitspflichten, Lehr- und Lernformen
sowie Prüfungsformen und haben die Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs in den Studien- und Prüfungsordnungen verankert. Ihre Studiengänge können in Teilzeit absolviert werden. In der Lehre nutzen Sie auch die Möglichkeiten von e-learning und/oder blended learning und vermitteln Studieninhalte mit Hilfe unterschiedlicher Medien an. Für eine barrierefreie Didaktik schulen Sie die Lehrenden an Ihrer Hochschule mit speziellen Qualifizierungen oder Unterstützungsangeboten, die Wissen und Sensibilität fördern. Praxisphasen im Studium und Beratungen im Career Service sind auf die Bedürfnisse von Studierenden mit Behinderungen zugeschnitten und fördern den Übergang in eine berufliche Tätigkeit nach dem Studium. Ihre Hochschule erkennt wissenschaftliche Nachwuchstalente und unterstützt sie bei der Weiterqualifizierung und ihrer anschließenden akademischen Karriere.

Den Erfolg Ihres Handlungsansatzes belegen Sie durch die erreichten Studienergebnisse der Absolventinnen und Absolventen, durch positive Rückmeldungen aus der betrieblichen Praxis sowie von weiteren Partnern. Sie evaluieren Ihr Konzept regelmäßig und optimieren es in Abhängigkeit von den Ergebnissen.

Sie arbeiten gezielt mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen. Hier haben Sie insbesondere die erfolgreiche Kommunikation mit Unternehmen, Verbänden, Kammern, Schulen, Alumni, Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung im Blick. Vielfältige Qualifizierungsangebote sowie Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch nutzen Sie intensiv.
Bewerberinformationen
Für Ihre Bewerbung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular, das Sie unter weitere Informationen herunterladen können, und füllen dies vollständig aus.

Die Bewerbung (inkl. Anmeldeformular) reichen Sie bitte ein unter dem
Stichwort Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2014


Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, die mit Bildungsexperten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftung und Politik besetzt ist. Bewerbungsschluss ist der
31. Juli 2014 (Poststempel).

Die Würdigung der Preisträger und die Preisverleihung erfolgen am 4. November 2014 im Rahmen des Deutschen Arbeitgebertages in Berlin.
Partner
Partner des Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2014 sind





Kontakt
Rückfragen richten Sie bitte an:

E-Mail: info@arbeitgeberpreis-fuer-bildung.de

Tel.-Nr.: 030/20 33 – 15 00

Fax-Nr.: 030/20 33 – 15 05


Adresse:

BDA | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2014
Haus der Deutschen Wirtschaft
11054 Berlin
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